In der Wassersportabteilung wird auch gerudert!

22/05/2024

Neben dem Paddelsport wird in Erfelden auch gerudert und so ist die Wassersportabeilung des DSW eine der wenigen Wassersportklubs, die beide, Ruderer und Kanuten unter einem Dach friedlich vereinen.
Schon Mitte 2023 merkte man ein Aufblühen in der Ruderabteilung. So trifft sich eine Gruppe von Ruderdamen jeden Donnerstag um 17:00 Uhr unter der Leitung von Alexandra Albert, um sich im Ruderboot zu ertüchtigen.

Am 22.05.2024 war alles perfekt, der Pegel in Worms zeigte einen Rheinwasserstand von 3,67m.
Der Steg am Bootshaus hatte die richtige Position, auch der Wettergott stoppte die Regenschauer der letzten Tage für ein Spektakel der besonderen Art.

Neun Frauen trafen sich, um ein Ruderboot von 1935 zu Wasser zu lassen. Kunterbunt gemischt war die Truppe. Von Anfängerinnen bis zu alten Hasen war alles dabei, um den Riemenachter mit seinen stattlichen 18 Metern Länge und über 100 Kg zu besetzten. Immerhin ist dieser ja schon älter als alle Teilnehmerinnen.

Aus Erzählungen wurde bekannt, dass „Dieter Koschate“, so der Name des Ruderbootes, das letzte Mal 2005 im kühlen Nass war. Umso größer war die Freude auch bei denen, die 2005 das letzte Mal dabei waren. Und so wurde das Ruderboot in Klinkerbauweise bei herrlichem Sonnenschein erst einmal ins Freie gehievt und in die Böcke auf dem Waschplatz gelegt und begutachtet. Bug- und Heckbespannung waren völlig intakt, auch die Sitze ließen sich geschmeidig bewegen. Das Boot war einfach der Star. Mit 89 Jahren auf dem Buckel und 19 Jahren Pause glänzte es, als wäre es gestern noch gefahren worden. Nachdem festgelegt worden war, wer wo sitzt und wer steuert, wurde die letzte Hürde genommen und der Riemenachter wurde zu Wasser gelassen.

Nach dem alle Sportlerinnen Platz genommen hatten und die Fußrasten eingestellt waren, konnte es losgehen. Der Oldtimer lag satt im Wasser und verhielt sich sehr gutmütig. Keine großen Wassermassen, keine großen Überraschungen zeigten sich, und so zogen unsere Damen kräftig an den Riemen und kamen schnell in Fahrt.
An der „Resi“ kam die Wende mit dem 18m langen „Dieter Koschate“, was bei der Größe nicht unbedingt das einfachste Manöver auf dem Altrhein ist. Auch die Steuerfrau wechselte noch auf dem Wasser, und dann ging es wieder die 5 km zurück zum Bootshaus des DSW. Sogar Ruderer des RV Neptun drehten bei dem Anblick nochmal eine Extrarunde.

Auch am Steg angekommen, konnte man feststellen, dass das Ruderboot noch völlig dicht ist.
Nach dem Putzen und sorgfältigem Trocknen wurde der 8er wieder in der Bootshalle verstaut, wo er auf den nächsten Einsatz wartet – hoffentlich nicht erst in 20 Jahren!

Text: R.Schipolowski

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