An der Saale hellem Strande: felsige Romantik mit DDR-Charme

09/08/2025

Fahrt nach Naumburg / Saale, Unstrut – 2. August bis 9. August 2025;
Fahrtenleiter: Manuel Jänicke

Reisegruppe: Heidi, Sigi, Edith, Burkhard, Georg, Brigitte, Annelie, Kirsten, Mirjam, Birgit, Reinhard, Christa

Schon beim Vorbereitungstreffen wurden wir fachkundig auf die diversen Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel: Kentersack, Lukendeckel, Schwamm, Picknick für mittags, Badeanzug, Handtuch, Sonnencreme oder Schirm hingewiesen. Außerdem wurde die Auswahl der Boote angesprochen und die Adresse des Zeltplatzes KC Naumburg, der dann für die kommenden Tage unser Standortquartier sein sollte, ausgetauscht. Wichtig war auch die Frage, wer den Hänger mit den aufgeschnallten Booten fährt und auch, welche Fahrgemeinschaften gebildet wurden.

Am Freitagnachmittag traf sich dann die Reisegruppe, um den Hänger mit den Booten zu beladen, einer Kunst der Lastenverteilung der Boote und auch der Technik des Verschnürens. Am Samstagmorgen ging die Fahrt los, und die Reisegruppe traf am Nachmittag in Naumburg ein.

Empfangen wurden wir von Edith, die die Schlüsselgewalt für das Eingangstor hatte, rasch wurden die Zelte aufgebaut, der Zeltplatz liegt direkt an der Saale und am Saale Radweg. Abends ging es in den Gasthof Henne, auch direkt an der Saale, und ein erster Duschmarkenverkauf fand statt.

Am nächsten Morgen trafen wir uns zum ersten Kaffee, Manuel, Kirsten, Annelie und Christa bildeten schnell ein tolles, eingespieltes, morgendliches Kaffeeteam, und wir fuhren dann über Land, um die Autos am Abfahrtspunkt abzustellen. Die erste Fahrt von Camburg nach Naumburg auf der Saale gestaltete sich regnerisch, sprudelig und wild. Die Stromschnellen machten viel Freude, das Umtragen der Boote war etwas mühsam, aber wir hatten eine große Hilfe namens Raimund, Mitglied eines Koblenzer Rudervereins, der auf dem Zeltplatz campte und sich uns anschloss.

Eindrucksvoll war die Landschaft mit den Felsen der Saale und romantischem Grün. Alle kamen gut am Campingplatz an und erst nach langer Belagklärung mundete am Abend Lieferpizza im Bootshaus. Das Bootshaus hatte seinen eigenen Stil, mit Charme der DDR-Zeit, leider war die Küche nicht zugänglich.

Der zweite Tag stand zur freien Verfügung und galt der Erkundung Naumburgs. Kulturelles Highlight ist der Dom und die berühmte gotische Statue von Uta von Naumburg, eine Domführung ist sehr zu empfehlen. Vorräte wurden aufgefüllt und der Abend klang mit einem vietnamesischen Buffet aus.

Da das Regenradar nur Regen anzeigte, stand am 3. Tag ein Besuch von Leipzig auf dem Programm. Sehr eindrucksvoll sind der Leipziger Zoo, die Nicolaikirche und der Bahnhof, die Regionalbahn brachte uns zurück und abends gab es eine große Vespertafel.

Am 4. Tag setzten wir direkt am Campingplatz ein und fuhren Richtung Weißenfels. Die Saale war ruhig, nicht bewegt und ohne Schwalle. Nach einer Picknickrast auf einer Wiese waren wir gewappnet für die Durchquerung von zwei Schleusen, deren Bedienung durch die Schleusenwärter kostete einen Obulus. Wer wollte konnte eine Bootsrinne durchfahren und das Tosen der Schleuse direkt hören. Am Abend warf Raimund seinen Grill vor dem Wohnmobil an und sorgte für kulinarische Highlights.

Am Tag 5 war der Campingplatz Kirchscheidungen unser Abfahrtsziel, sehr idyllisch an der Unstrut gelegen und mit allem Komfort ausgestattet. Hier kann man auch Schlauchboottouren mieten, die sehr beliebt sind. Zügig verliessen wir das lauschige Plätzchen und fuhren die landschaftlich sehr schöne Unstrut entlang. Die erste Schleuse machte Mittagspause, als wir dort ankamen, und so nutzen wir die Zeit für einen kleinen Picknick. Danach kamen wir zu einer defekten Schleuse und mussten umtragen, erleichtert durch die vielen Bootswagen. Das Umtragen endete an einer sehr steilen Treppe ausgerüstet mit schwarzer Gummimatte als Bootsrutsche. Das Befördern der Boote ins Wasser funktionierte nur durch eine sehr erfindungsreiche Seiltechnik. Die zweite Schleuse in Freyburg wurde problemlos bewältigt, bis auf die Tatsache, dass ich mit meinem Boot an einer Leiter etwas festhing, tatkräftige Rettung erfolgte durch Sigi, Kirsten und Raimund. Dann landeten wir wieder in Naumburg, der Abend klang in Freyburg auf der Terrasse eines Restaurants aus.

Der Freitag, stand wieder zur freien Verfügung, einige nutzten ihn für einen Ausflug nach Naumburg oder in ein nahegelegenes uraltes Sonnenobservatorium, andere saßen im Max-Klinger-Cafe mit Blick über die Ebene, am Abend ging es in ein Fischhaus – Reinhard hielt die Dankesrede an Manuel für seine gute Vorbereitung und Einsatz während der Reise, flocht den Hinweis auf Kardinaltugenden wie zum Beispiel Besonnenheit und Tapferkeit ein, dankte auch Raimund für die tatkräftige Unterstützung und den Autofahrern. Birgt überreichte Präsente auch aus dem Weinparadies Saale-Unstrut, ein großer Biber wurde gesichtet, und leider hatte niemand die Fischsülze bestellt.

Samstag, Abfahrtstag – alle waren im Reisefieber, es fand ein dynamisches Frühstück auf der Terrasse des Bootshauses statt. Die Abfahrt war sehr pünktlich, bei strahlendem Wetter ließen wir Edith, die sich noch auf den Weg zur Saalequelle machen wollte, und Raimund am Tor zurück. Hier kam noch einmal Annelies Einsatz zur Geltung, ihr Auto zog den Bootshänger sehr gelassen sowohl von West nach Ost als auch von Ost nach West wieder retour zum Bootshaus. Die Rückfahrt verlief ohne Probleme, am Bootshaus eingetroffen, wurde der Hänger abgeladen, die Boote gesäubert, wieder in die Bootshalle getragen, Spritzdecke, Paddel, Schwimmweste und Lukendeckel wieder gut verstaut. Auf der Fahrt sind wir an verwunschenen Burgruinen, Schlössern auf der Höhe vorbeigekommen, auch an der Rudelsburg, auf der sich Chorstudenten und Bismarck getroffen haben und das Volkslied „An der Saale hellem Strande“ von Franz Kugler gedichtet wurde.

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