Wasser!!!
28/06/2026
Dass für den DSW das Element Wasser einen zentralen Stellenwert hat, wird schon im Namen des Vereins deutlich. Dass das feuchte Nass aber geradezu überlebenswichtig ist, zeigte sich beim Wassersportwochenende für Kinder und Jugendliche zu Beginn der Sommerferien. Niemand konnte ahnen, wie heiß es in diesen Tagen Ende Juni werden würde. Die Hitzerekorde purzelten von Tag zu Tag, so dass die Verantwortlichen im Vorfeld bereits darüber nachdachten, ob man sich angesichts von über 40 Grad überhaupt noch im Freien aufhalten, geschweige denn Sport treiben sollte. Allein das Wasser schien der adäquate Aufenthaltsort bei diesen Temperaturen zu sein. Und welcher Jugendliche möchte sich am Anfang der Sommerferien gleich im kühlen Keller einigeln? Da schien immerhin ein kühles Bootshaus mit dem erfrischenden Altrhein vor der Tür die bessere Alternative zu sein. Also lautete das Motto: Nicht die Veranstaltung ins Wasser fallen lassen, sondern uns alle!
Und so fanden sich am Freitagnachmittag immerhin dreizehn Jugendliche auf dem Kieshüwel zu unserem Wassersportwochenende ein. Einige, die gerne zelten wollten, suchten sich ein schattiges Plätzchen unter Bäumen, andere zogen das kühlere Bootshaus zum Übernachten vor. Unter Einsatz von viel Wasser und nassen Schwämmen lockerte sich bei einer ersten Kennenlernrunde die Stimmung zusehends, so dass bald das Bedürfnis aufkam, sich unnötiger Klamotten zu entledigen und im Altrhein unterzutauchen. Bei Niedrigwasser und hochsommerlichen Temperaturen machen sich rund um den Bootssteg allerdings leider immer wieder große Algenteppiche breit. In einer konzertierten Aktion rückten die Jugendlichen ihnen zu Leibe, woraufhin sich gleich eine lustige Algen-Schlammschlacht entwickelte. Anschließend gehörte der Altrhein den Schwimmern und Paddlern. Gegen Abend, als sich der Hunger meldete, lockten in der Dämmerung Bratwürste und Kartoffelsalat. Und weil es den Mücken wohl auch zu heiß war oder weil sie sich von dem Rauch des Lagerfeuers gestört fühlten, konnte man noch bis kurz vor Mitternacht dem Knacken der Flammen und dem vielstimmigen Froschkonzert lauschen. Für den nächsten Morgen war ein Ausflug im Großkanadier in Richtung Nordspitze geplant. Angesichts der wieder schnell steigenden Temperaturen führte er allerdings nur bis zur Schwedensäule und zurück. Danach stiegen alle wieder auf kleinere Boote um. Kayaks, Canadier oder SUPs, alles wollte ausprobiert werden, und alle hatten ihren Spaß dabei, kleine Rennen zu veranstalten oder sich gegenseitig zum Kentern zu bringen.
So verging der heiße Nachmittag wie im Flug. Wer wollte, konnte sich im Jugendraum am Ende der kühlen Bootshalle auch beim Billard, Kicker oder Tischtennis vergnügen. Danach war wieder Lagerfeuer mit Stockbrot angesagt. Müde waren jedenfalls alle an diesem Abend, so dass die Betreuer am Sonntagmorgen größte Mühe hatten, die Schläfer aus ihren Zelten und Betten zu holen. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden schon mal die ersten Sachen zusammengepackt, bevor es wieder aufs Wasser ging. Einige Mutige ließen sich von Ralf in die Geheimnisse der Eskimorolle einweihen, andere versuchten wenigstens die halbe Kenterrolle mit anschließendem Wiedereinstieg. Besonders beliebt das Spiel: Wie viele Personen haben auf einem SUP Platz? Selbst das von Dunja zubereitete Mittagessen fiel kurz aus, weil man noch jede freie Minute im und auf dem Wasser nutzen wollte. Aber dann standen doch irgendwann die Eltern am Ufer, um ihre Kinder abzuholen. Sie staunten nicht schlecht über die Wasserkünste ihrer lieben Kleinen, von denen manche schon Schwimmhäute entwickelt zu haben schienen. Und der allgemeine Tenor zum Abschied lautete: „Nächstes Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder!“
Text: Johannes Kollmann
Bilder: Dunja Andres, Anja Kiefer Rieb, Ralf Schipolowski
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