Mit sechs Kajaks auf dem Rhein – Strömung, Buhnen und jede Menge Paddelspaß
10/08/2026
Am 8. August 2026 hieß es für sechs Paddler: Kajaks aufladen, Ausrüstung verstauen und ab an den Rhein! Bei bestem Sommerwetter stand ein abwechslungsreicher Trainingstag auf dem Programm – und der Rhein zeigte sich dabei von seiner sportlichen Seite.
Gestartet wurde an der Natorampe bei Gernsheim, Rhein-Kilometer 459,5. Das Besondere an diesem Tag waren die außergewöhnlichen Wasserbedingungen: Der Pegel Worms lag bei -2 cm, der Rhein führte also ausgesprochen wenig Wasser. Die Wassertemperatur betrug angenehme 25,3 °C – beste Voraussetzungen für einen intensiven Trainingstag auf dem Wasser.
Nach dem Start ging es zunächst rheinabwärts in Richtung Guntersblum. Dabei wurde nicht einfach nur Strecke gemacht. Auf dem Programm standen zahlreiche wichtige Übungen, die gerade auf einem großen Fluss wie dem Rhein von großer Bedeutung sind.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Buhnenfahren. Das Befahren der Bereiche zwischen und neben den Buhnen verlangte ein gutes Gespür für Strömung, Kurs und Geschwindigkeit. Auch das Queren des Rheins wurde intensiv geübt. Dabei galt es, die Strömung richtig einzuschätzen und gleichzeitig die Bewegungen der Schifffahrt stets im Blick zu behalten.
Besonders spannend wurde es im Kehrwasser. Mit dem Kajak in die ruhigeren Bereiche hinter Strömungskanten einzufahren, dort die Position zu halten und anschließend wieder kontrolliert in die Strömung zu wechseln, erforderte Konzentration und saubere Paddeltechnik. Auch das Stehen in der Strömung wurde geübt – eine hervorragende Möglichkeit, das Verhalten des Kajaks bei unterschiedlichen Strömungsverhältnissen kennenzulernen und die eigenen Reaktionen zu verbessern.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Trainings war die Beobachtung und Beachtung der Binnenschifffahrt und der Sportboote. Auf dem Rhein ist man schließlich nicht allein unterwegs. Große Frachtschiffe, Berufsschifffahrt und Freizeitboote bestimmen das Geschehen auf dem Wasser. Deshalb wurde immer wieder darauf geachtet, Situationen frühzeitig zu erkennen, ausreichend Abstand zu halten und vorausschauend zu paddeln.
Nach rund 13 Kilometern war schließlich Guntersblum, Rhein-Kilometer 472,5, erreicht. Dort wartete im „Gasthaus zum Rheinhof“ eine wohlverdiente Mittagspause. Nach den vielen Übungen und der sommerlichen Wärme schmeckte das Essen natürlich besonders gut.
Frisch gestärkt ging es anschließend wieder zurück aufs Wasser. Nun stand die Strecke rheinaufwärts zurück nach Gernsheim auf dem Programm. Auch auf dem Rückweg blieb genügend Gelegenheit, das zuvor Erlernte anzuwenden und die Strömung des Rheins noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Doch nicht nur auf dem Wasser wurde an diesem Tag gelernt. Auch das Verladen der Kajaks auf den Anhänger und auf das Autodach gehörte zum Training. Denn ein sicherer Paddeltag beginnt und endet nicht erst auf dem Wasser: Richtiges Tragen, Sichern und Verstauen der Boote gehört ebenso zu einem guten und verantwortungsvollen Paddelbetrieb.
Am Ende stand ein rundum gelungener Tag zu Buche: sechs Paddler, ein niedriger Rheinpegel, sommerliche Temperaturen, viele praktische Übungen und jede Menge gemeinsame Zeit auf dem Wasser.
Der Rhein bei Niedrigwasser hatte dabei seinen ganz eigenen Charakter. Strömungen, Kehrwasser und Buhnen waren deutlich zu spüren und machten die Tour zu einer abwechslungsreichen Trainingseinheit. Gleichzeitig zeigte sich wieder einmal, wie wichtig es ist, auf einem großen Fluss aufmerksam, vorausschauend und als Gruppe unterwegs zu sein.
Mit vielen neuen Erfahrungen, müden Armen und vermutlich auch dem einen oder anderen Muskelkater ging es schließlich zurück zur Natorampe.
Ein toller Paddeltag mit sechs engagierten Paddlern – sportlich, lehrreich und mit jeder Menge Spaß auf dem Rhein!
Text/Bilder: R.Schipolowski
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